Freitag, den 15. September

Heute haben wir unsere Fotoanlage gelesen. Somit geht auch unsere Serie "Aktuelles aus'm Wingert" mal wieder zu Ende. Das Weinjahr 2017 war geprägt von Spätfrösten und geringem Niederschlag. Daher fallen die Mengen auch geringer aus als im letzten Jahr. Jedoch sind die Weine qualitativ in einem top Zustand! Genaueres werden wir im Winter in unserem Jahresrückblick veröffentlichen. Des Weiteren wird es auch eine Neuheit auf unserer Weinliste geben - seien Sie gespannt!


Donnerstag, den 10. August

In den letzten Wochen haben sich die Beeren weiter gefärbt und die Reben sich allgemein sehr gut weiter entwickelt. Auch der Regen, der die Bodenwasservorräte wieder etwas auffüllen konnte, hatte seinen Anteil daran. Des Weiteren sind die Anlagen in der Entwicklung noch vor den letzten beiden Jahren, die schon sehr früh waren. Die Arbeiten im Weinberg sind großteils abgeschlossen, sodass man jetzt nur noch auf ein gutes Herbstwetter hoffen kann. Bei den frühreifen Sorten wie Ortega und Solaris wird die Ernte bereits Anfang nächster Woche losgehen, dann wird es auch bald wieder Federweißen geben!


Aktueller Reifezustand (10. August 17)


Donnerstag, den 20. Juli 2017

Jetzt ist es soweit: die ersten Beeren beginnen sich zu färben und weich zu werden. Der Zeitpunkt dafür ist verglichen mit dem langjährigen Mittel relativ früh, nur in den Jahren 2003 und 2007 fand die sogenannte "Véraison" noch früher statt. Somit zeigt sich auch hier wieder, dass die 10 wärmsten Jahre mit den höchsten Druchschnittstemperaturen allesamt in diesem Jahrtausend lagen. Der Klimawandel lässt grüßen!

Vor allem im 1. Bild lässt sich gut der Wassermangel am Boden erkennen. Die Niederschläge vom Juni sind längst aufgebraucht, sodass wir auf ergiebigen Regen hoffen. Wir hatten noch nie so wenig Bodenwasservorräte wie dieses Jahr. Selbst in den ganz trockenen Jahren 2003 und 2015 war mehr Wasser im Boden vorhanden. Dort hatten wir aufgrund der Niederschläge im Winter und Frühjahr eine gute Grundlage für den Sommer, was uns dieses Jahr leider fehlt. Für die kommende Woche sind zum Glück einige Niederschläge angekündigt!


Donnerstag, den 13. Juli 2017

Wie auf den Bildern zu erkennen ist sind die Trauben mittlerweile deutlich dichter und näher beieinander (wird auch als Traubenschluss bezeichnet). Außerdem sind die Beeren kurz vor dem Weichwerden, das heißt, dass sie dann gegen den echten Mehltau (Oidium) weniger anfällig sind. Trotzdem müssen die Pflanzenschutzmaßnahmen weiterhin durchgeführt werden, um das Stielgerüst sowie die Blätter vor Pilzkrankheiten zu schützen. Mittlerweile ist ein früher Lesebeginn immer wahrscheinlicher. Wir vermuten, dass die Hauptlese bereits um den 10. September beginnt.


Mittwoch, den 28. Juni

In den letzten 14 Tagen hat sich wieder einiges getan in unserer "Fotoanlage". Durch die hohen Niederschlagsmengen und der Hitze gab es ideale Wachstumsbedingungen . Somit befinden sich die Beeren mittlerweile im Stadium Erbsengröße. Bemerkenswert ist außerdem, wie sich dieses Jahr im Verhältnis zum langjährigen Mittel entwickelt hat. Das Weinbaujahr 2017 war bisher geprägt von ständigen Wechseln zwischen Vegetationsvorsprung und -rückstand. Durch den frühen Austrieb bereits Mitte April lagen wir mit 10 Tagen vor dem langjährigen Mittel. Aufgrund der Spätfrostereignisse Ende April sowie der kalten Witterung waren die Reben dann wieder im Rückstand. Mittlerweile befinden wir uns wieder im Vegetationsvorsprung, bedingt durch das warme Sommerwetter, was auf einen frühen Lesebeginn schließen lässt. Aber noch ist es ein langer Weg...


Mittwoch, den 14. Juni

Mittlerweile ist die Blüte fast beendet. Durch die warmen Temperaturen hatten wir dieses Jahr ideales Blühwetter. Lediglich ein Starkregen führte zum Absterben einiger Blüten (Verrieseln), was aber hinsichtlich Qualität förderlich ist. Die Entwicklung schreitet weiterhin "rasend" voran. Auch die Triebe haben deutlich an Länge zugenommen, sodass bald der erste Laubschnitt erforderlich ist.


Donnerstag, den 1. Juni

Nachdem sich in der Woche um Christi Himmelfahrt relativ wenig in den Weinbergen getan hat, wird es nun etwas spannender. Die Blütenkäppchen sind sichtbar, was bedeutet, dass die Blüte kurz bevor steht. In diesem Zeitraum spielt das Wetter eine große Rolle, da optimales Blütewetter (warm und etwas Regen) positiven Einfluss auf Ertrag und Qualität bringt. Des Weiteren haben die Triebe durch die hohen Temperaturen deutlich an Länge zugenommen. Deshalb sind wir aktuell verstärkt mit Heften beschäftigt, damit die Triebe nach oben wachsen und durch den Halt der Drähte nicht abknicken können.


Freitag, den 19. Mai

Das schöne Sommerwetter in der letzten Wochen mit viel Sonnenschein und warmen Temperaturen hat das Wachstum der Reben stark voran getrieben. Wie man auf den Bildern im Vergleich zur Vorwoche gut erkennen kann, sind die jungen Triebe deutlich länger und erste Gescheine (die späteren Trauben) werden sichtbar. Auch der dringend benötigte Regen kam heute herunter. Mit Niederschlägen von insgesamt 25l sind die Reben vorerst wieder versorgt.

Auch bei den beiden Frostaugen hat sich etwas getan: beim unteren sind nun die Beiaugen ausgetrieben, sodass auch dieser Bereich wieder grün erscheint. Allgemein sind die Schäden durch den Frost überschaubar und wir sind (noch) guter Dinge auch 2017 wieder einen guten Jahrgang anzubauen.


Donnerstag, den 11. Mai

Einige wenige Sonnentage konnten das Wachstum etwas voran treiben, sodass wir uns nun im 5-Blatt-Stadium, also im langjährigen Mittel, bewegen. Leider sind die vorausgesagten Niederschläge nicht bei uns angekommen. Die etwas ausgetrockneten Böden warten also immer noch auf einen ergiebigen Regen. Zur Zeit braucht die Rebe noch nicht so viel Wasser. Aber wenn der Austrieb schnell voran schreitet, benötigt sie viel mehr Wasser. Für das kommende Wochenende hoffen wir nun auf die vorhergesagten Niederschläge, da es nächste Woche auch warm werden soll.

Wieder auf dem letzten Bild sind die erfrorenen Triebe zu sehen. Während der obere schon etwas Grün zeigt, ist beim unteren noch kein Fortschritt zu sehen...


Donnerstag, den 4. Mai

Aufgrund der kühlen Temperaturen in der letzte Woche haben sich die Reben nur gering weiter entwickelt. Somit ist der Vegetationsvorsprung mittlerweile dahin und wir befinden uns wieder im langjährigen Mittel. Auffällig ist, dass die Triebe sehr unterschiedlich weit entwickelt sind: vom Knospenaufbruch bis zum 4- oder 5-Blatt-Stadium ist alles dabei. Das letzte Bild zeigt zwei erfrorene Triebe, aus denen jedoch noch die Beiaugen austreiben können.


Donnerstag, den 27. April 2017

Leider kam es in der Nacht von Sonntag auf Montag erneut zu Frostschäden in den Weinbergen. Unsere Fotoanlage blieb wieder größtenteils verschont, zeigt aber an wenigen stöcken einzelne verfrorene Triebe (s. Bild 5). Wenn die Nebenaugen austreiben, kann es an diesen Trieben trotzdem Traubenertrag geben. Ob dem so ist, wird sich in den nächsten Wochen zeigen, wenn die Reben weiter austreiben. Aktuell schreitet das Wachstum der Reben aufgrund der kühleren Temperaturen nur mäßig voran. Aktuell wird der Frostschaden in der Pfalz auf ca. 20% geschätzt, wobei andere deutsche Anbaugebiete stärker betroffen sind. Somit hatten wir noch Glück, auch bezogen auf die deutlichen Minusgrade in den Frostnächten!


Donnerstag, den 20. April

In der Nacht vom 19. auf den 20. April hat uns leider der Frost erwischt. Durch die kalten Temperaturen von bis zu -7°C kam es somit zu einigen Frostschäden an den jungen Trieben. Glücklicherweise blieben einige Anlagen, darunter auch unsere Fotoanlage, trotz der Minusgrade überraschenderweise von größeren Frostschäden verschont. In anderen Weinberge dagegen wurde ein Schaden von bis zu 80% erreicht. Obwohl noch auf den Austrieb der sogenannten Beiaugen gehofft werden kann, kann jetzt schon gesagt werden, dass es wahrscheinlich Ertragsverluste geben wird. Außerdem sind es immer noch über 3 Wochen bis zu den Eisheiligen. Wir Winzer müssen also noch weiterhin bibbern, nicht nur wegen der Kälte...


Mittwoch, den 19. April

Durch die kühle Witterung in den letzten Tagen konnten die kleinen Triebe nur etwas weiter wachsen, sodass an den meisten das 2-Blatt-Stadium erreicht wurde.  Aktuell sind wir neben der Füllung von 2016er Weinen mit der Bodenbearbeitung in den Weinbergen beschäftigt. Auch die ersten Spritzungen gegen den Mehltau haben mit dem Sichtbarwerden der ersten Blätter begonnen. 


Donnerstag, den 13. April

Diese Woche begann der Austrieb bei den meisten Rebsorten. Damit sind wir im Vergleich zum langjährigen Mittel (21. April) ca. 14 Tage früher. Da es bis zu den Eisheiligen Mitte Mai noch lange hin ist, müssen wir noch eine lange Zeit überstehen und hoffen, dass es keine Spätfröste mehr gibt.


Samstag, den 1. April

Die Mandelblüte ist in vollem Gange. Die ganze Pfalz erscheint in einer rosaroten Blütenpracht!