Pälzer Saumaache an Woisauerkraut

Der Saumagen ist die pfälzische Spezialität schlechthin und spätestens seit Altkanzler Helmut Kohl, der gerne zu einem „Kanzler-Steak“ einlud, auch weit über die Grenzen der Pfalz bekannt. Er besteht hauptsächlich aus Schweinefleisch sowie Brät und ist mit Grumbeere (Kartoffeln) oder Keschde gefüllt. Seinen Namen, der für viele zu Unrecht abschreckend wirkt, hat er daher, dass er – wie viele Wurst- und Fleischwaren auch - umhüllt von Schweinemagen ist. Serviert wird er beispielsweise mit Weinsauerkraut, Kartoffelbrei, Schwarzbrot, einer dunklen Sauce und Röstzwiebeln.

 

 

 

Was Sie für das Gericht benötigen (für 4 Personen):

- 4 Scheiben Saumagen vom Metzger oder alternativ 1 Dose Saumagen

- etwas Fett für die Pfanne

- Sauerkraut (gibt es auch schon fertig zu kaufen)

- ein Lorbeerblatt und Pfefferkörner

 

Wie sie die Spezialität zubereiten:

Entweder den Saumagen aus der Dose in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden oder den schon in Scheiben geschnittenen Saumagen beim Metzger kaufen. Das Fett in der Pfanne erhitzen, anschließend von beiden Seiten anbraten bis eine schöne braune Farbe erreicht wird (s. Bild). Die Haut – sofern sie nicht aus Kunstdarm besteht - kann übrigens mitgegessen werden.

Zeitgleich das Sauerkraut zusammen mit einem Lorbeerblatt und schwarzen Pfefferkörnern in einem Topf mit Wasser und einem guten Schuss Weißwein kochen. Wenn die gewünschte Konsistenz er-reicht wurde, das Sauerkraut abtropfen lassen und zusammen mit dem Saumagen servieren.

Alternativ können Sie das Sauerkraut auch mithilfe eines geeigneten Gärbehälters selbst herstellen.

 

Welchen Wein wir dazu empfehlen:

Für das Weinsauerkraut eignen sich Müller-Thurgau oder Scheurebe sehr gut, da sie durch ihre geringe Säure das schon saure Sauerkraut etwas mildern.

Ein echter Pfälzer trinkt zu dem pfälzischen Lieblingsgericht gerne seinen geliebten Rieslingschorle. In der Pfalz heißt es übrigens nicht die, sondern der Schorle und stellt quasi schon ein Grundnahrungsmittel dar.